
Strategie- und Investitionsberatung für Thailand, Vietnam, China und Südostasien
Sanet unterstützt bei Machbarkeitsstudien, Standort-Analysen und Projektumsetzung
Die Sanet-Asienstrategie basiert auf Risikobegrenzung und Absicherung. Deshalb wird sie auch als „Hedging-“ oder „Absicherungsstrategie“ bezeichnet. Die Vorgehensweise ist im Wesentlichen auf Mittelständler ausgerichtet, die ihre Produktion nach Asien verlagern und dort gleichzeitig ihre Produkte und Serviceleistungen verkaufen wollen. Eine genaue Darstellung der Strategie ist im Buch „Asien für den Mittelstand“ des OLZOG-Verlag beschrieben.
Die beiden tragenden Grundsätze der Hedging-Strategie sind:
-
Finanzielle Risiken und Kosten werden erst im Laufe des Projekts und mit wachsender Kenntnis über seinen wahrscheinlichen Verlauf gesteigert, und
-
Die Risiken werden auf zwei unterschiedliche Regionen Asiens verteilt, und dabei gleichzeitig die Chancen beider Regionen genutzt.
Die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung dieser Prinzipien sehen so aus:
-
Sorgfältige interne Vorbereitung nach einem „Fitnesstest“ für das Asien-Engagement
-
Klare Definition der Motive und Ziele der Strategie
-
Entwicklung der Strategie in selbständigen Einzelschritten
-
Die Festlegung klarer Exit-Points [1]
-
Laufende Aufklärung und Steigerung der Erkenntnis durch Desktop-Arbeit und „Scouting“
-
Offenheit bei der Auswahl des Investitionslandes, der Standortwahl und der rechtlichen Form der Betätigung
-
Flexibilisierung der Planungs- und InvestitionskostenKonkrete Maßnahmen der Risikovorsorge und des Risikomanagements
Schritt 1: Grundlagen und Vorbereitung
-
Ein Projektprofil und Charakteristika des Unternehmens erfassen
-
Motive und strategische Ziele definieren
-
Ermitteln der Ressourcen für das Asienprojekt
-
Ermitteln der Risikofähigkeit und Risikobereitschaft
-
Selbsttest „Fit für Asien“ – Prüfung der Voraussetzungen für eine Asienstrategie
-
Quantifizierung der wirtschaftlichen Ziele und Festlegen des weiteren Vorgehens
-
Definition der Ergebnisziele und Exit-Bedingungen für Schritt 2
Schritt 2: Desktop-Analyse und Scouting
-
Informationssammlung in allgemein zugänglichen Quellen (Internet, Verbände, Kammern)
-
Informationssammlung bei Netzwerkpartnern
-
Erkunden der Rahmenbedingungen (Rechtsvorschriften, Wirtschaftsförderung, Know-how-Schutz, Lohn- und Investitionskosten, Infrastruktur, Zuliefersituation)
-
Ermittlung vergleichbarer Projekte in den Regionen
-
Erstes Scouting zur Überprüfung der Informationen vor Ort
-
Entscheidung über „ob“ und Umfang externer Projekthilfe
-
Definition der Ergebnisziele und Exit-Bedingungen für Schritt 3
Schritt 3: Planung und Vorbereitung des Projekts
-
Asienteam zusammenstellen und organisieren (Besetzung, Unterstellung, Meetings, Abläufe, und Berichte)
-
Budgets und Zeitrahmen definieren
-
Verbesserung der Organisation aus Test „Fit für Asien“ auslösen
-
Erstellen eines Anforderungsprofils sowie eines Kriterien- und Bewertungskataloges für die Entscheidungsfindung
-
Erster Projektplan mit „Maßnahmen, Kräfte-, Mittel- und Zeit-Planung“
-
Ermitteln der Optionen für Länder, Regionen und Rechtsform der Betätigungsform
-
Abgleich mit den Ergebniszielen aus Schritt 2 und Entscheidung über die Fortführung des Projekts; Definition der Ergebnisziele und Exit-Bedingungen für Schritte 4
Optional für Kooperationen -
Erkunden möglicher Jointventure-Partner, Vertragslieferanten oder Vertriebspartner
-
Erstellen einer Long-List [2] potentieller Kooperationspartner
-
Teaser-Schreiben [3] an mögliche Kooperationspartner mit allgemein gehaltener Beschreibung des gesuchten Kooperation
-
Direkte Ansprache interessierten Kooperationspartner
-
Austausch von Vertraulichkeitserklärungen
-
Entscheidung über die Länder des Asienengagements unter Berücksichtigung der Hedging-Grundsätze
-
Entscheidung über die Betätigungsform
-
Entscheidung über den regionalen Standort der Fertigung
-
Entscheidung über de Standort der Repräsentanz (RO)
-
Vorverhandlungen über Investitionsförderung
-
Abgleich mit den Ergebniszielen aus Schritt 3 und Entscheidung über die Fortführung des Projekts; Definition der Ergebnisziele und Exit-Bedingungen für Schritte 5
Optional für Kooperationen -
Bewertung potentieller Partner mit Cultural Due Diligence
-
Fact-Book [4] mit Zusammenfassung der Ergebnisse
-
Direkte Verhandlungen mit den möglichen Partnern
-
Definition des Wunschpartners und Abschluss eines Letter of Intent
Schritt 5: Umsetzungsphase I (Completion)
-
Erstellen der Anträge auf Investitionsförderung
-
Gründung der Firma und des Repräsentationsbüros
-
Anmietung/Kauf/Bau von betriebsnotwendigen Gebäuden
-
Benennung des „eigenen Mannes“
-
Risikovorsorge (Schutzrechte, Maßnahmen der Know-how Streuung, Schulung u.a.)
-
Kommunikation des Projekts zu Mitarbeitern und Lieferanten
-
Vorplanung der operativen Abläufe durch exakten Zeit- und Maßnahmenplan
-
Verhandlungen mit lokalen Lieferanten
-
Optionale Bauplanung für Geschäftsgebäude
-
Abgleich mit den Ergebniszielen aus Schritt 4 und Entscheidung über die Fortführung des Projekts
Optional für Kooperationen -
Erstellen eines gemeinsamen Businessplanes
-
Bewertung beiderseitigen Kooperationsleistungen
-
Heads of Agreement [5]
-
Zeitplanung für die Realisierung
-
Detailverhandlungen und Vertragsabschluss
Schritt 6: Umsetzungsphase II (Operation)
-
Kommunikation des Projekts zu Kunden und regionaler Presse
-
Einstellung von Mittelmanagement und Mitarbeitern; Personalschulung
-
Einrichtung und (optional) Bau der Geschäftsgebäude
-
Verlagerung oder Beschaffung von Betriebsausstattung
-
Einrichtung einer Testproduktion
-
Organisation der operativen Abläufe
-
Organisation des Berichtswesens
-
Verantwortlichkeiten für Trouble-Shooting [6]
[3] Initialanschreiben, wörtlich „Lockschreiben“
[4] Datensammlung und Auswertungsübersicht
[5] Zusammenfassung der Grundstrukturen er beabsichtigen Kooperation
[6] Umgang bei Störungen der geplanten Abläufe





