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Sanet ASIA NEWS Dezember 2011

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Inhalt:

  •    WIRTSCHAFT: Flut in Bangkok bringt riesigen Investitionsbedarf
  •    INVESTITIONFÖRDERUNG: 2012 noch alle Vorteile mitnehmen
  •    VERTRIEB: Berrywell Erfolgsstory in Thailand
  •    VIETNAM: Wachstum und Inflation
  •    MALAYSIA: Pionierstatus sichert bis zu 100 % Steuerbefreiung
  •    REFERENZEN: Sanet Homepage mit aktualisierten Referenzen
  •    MESSEN: ProPak ASEAN – Förderung jetzt beantragen!
  •    POLITIK: Philippinen und Vietnam schließen Beistandspakt
  •    PERSONALIEN: AHK in Bangkok sucht weiter nach Geschäftsführer
  •    PRESSE: Asia-Bridge: Mehr Für als Wider in Thailand
  •    DENKZETTEL: Aufgedeckt - Deutsch-duale Ausbildung von Handwerkern in Thailand



WIRTSCHAFT

Flut in Bangkok bringt riesigen Investitionsbedarf

Thailands Wirtschaft litt schwer unter den Fluten der letzten Monate. Hunderte von Unternehmen verzeichneten schwere Schäden an Maschinen und Einrichtungen, verloren Kunden und Zulieferer. Bewundernswert sind die Phantasie, die Tatkraft und
zum Teil fast heitere Gelassenheit, mit denen die schwer betroffenen Menschen des Landes mit den Widrigkeiten oder sogar dem Verlust von Hab und Gut umgingen. In der Industrie wurde der Wiederaufbau geplant und vorbereitet, also der Höhepunkt der Fluten – zum Teil wurden Wassermengen in Größenordnung von 500.000 Schwimmbädern in Olympiagröße ins Umland der Hauptstadt geflutet – den Höhepunkt noch nicht erreicht hatten. Der Wille zum Wiederaufbau kennt sowohl in der Politik also auch bei den Menschen kaum Grenzen. Wichtige, verschobene Messen –

zum Beispiel die Metalex – werden sogar über Weihnachten nachgeholt. Dank auch an die deutschen Aussteller des BWI-Gemeinschaftsstandes, die mit wenigen Ausnahmen ihre Präsenz auch zu diesem ungewöhnlichen Termin zusagten. Für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer, selbst für Händler von Gebrauchtmaschinen, bietet sich jetzt die Gelegenheit, Thailands Wirtschaft durch bedarfsgerechte Produkte beim Aufbau zu unterstützen. Wer jetzt Präsenz zeigt und in Vertrieb und Service investiert, wird mit Loyalität seiner thailändischen Kunden auch in der Zukunft rechnen können. Wir beraten gerne zum Aufbau Ihres Standbeins in den ASEAN-Staaten. Melden Sie sich einfach unter info@sanet.co.th und wir kommen auf Sie zu.


Unsere Bilder zeigen, was es bedeutet, wenn 2/3 eines Landes unter Wasser stehen, und wie die Menschen in Thailand mit der Flut zurechtkommen. Weitere Bilder in unserer Bildergalerie.





INVESTITIONFÖRDERUNG

2012 noch alle Vorteile mitnehmen

2013 dürfte es erhebliche Veränderungen in der massiven Förderung von Auslandsinvestitionen in Thailand geben. Angesichts drastischer Steuersenkungen für Unternehmen dürften Anträge, die nach dem 31.12.2012 gestellt werden, kaum noch die bislang möglichen 13 Jahre Steuerbefreiung bzw. Steuerhalbierung, die zahlreichen Sonderabschreibungen und weiteren Vergünstigungen in Anspruch nehmen können, die bislang so attraktiv für Auslandsinvestitionen waren.
Angesichts des erstklassigen Industrieklimas und der vorbildlichen Infrastruktur die das Land bietet, bedarf es nach der angepeilten Steuersenkung auch nicht mehr aller Incentives. Thailands Investitionsförderung wird sich auf bestimmte High-Tech Industrien, wie z.B. Werkzeugbau, Biotechnik

oder erneuerbare Energien konzentrieren. Auch thailändische Investitionen in Europa sollen massiv gefördert werden.
Wer also bis heute als deutsches Technikunternehmen noch nicht den Einstieg in Asien gewagt hat, für den gibt es 2012 die letzte Gelegenheit, in den Genuss aller Fördervorteile zu kommen. An 2013 entfallen nicht nur diese, sondern die thailändischen Mitbewerber werden nach Jahren erfolgreichen Aufbaus zunehmen auch als Wettbewerber oder sogar Käufer in Europa antreten.
Wie im Buch „Asien für Profis – Strategien für den globalen Mittelstand“ beschrieben, werden Mittelständler, die auf globale Präsenz Verzicht wollten, auf diese Weise zunehmend in die Defensive geraten.





VERTRIEB

Berrywell Erfolgsstory in Thailand

Nur wenige Monate nachdem Sanet erfolgreich einen Vertriebspartner für die Edel-Marke der Titania-Gruppe „BERRYWELL Hair Care“ vermittelt hat, wurde die Marke nun mit einem großen Event über 1.000 führenden Friseursalons und Hairstylisten aus



ganz Thailand vorgestellt. Norbert Linker. Vertriebschef Michael Linker ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu dieser Veranstaltung zu kommen. Inzwischen kümmert sich Thailand um geeignete Partner in weiteren ASEAN-Ländern.


Bild Links: Die große Einführungs-Show von BERRYWELL in Thailand, dem wohl modebewusstesten Land in Südostasien. Bild rechts: Berrywell Vertriebschef Michael Linker (2.v.r.) und sein Marketing- und Coaching Team.




VIETNAM

Wachstum und Inflation

Während Vietnam mitten in der Weltwirtschaftskrise 2009 mit einem Wachstum von 5,3 % glänzte und auch 2011 voraussichtlich mit seiner Wirtschaft um 7 % zulegt, sind die Zukunftsaussichten doch auch von einigen warnenden Vorzeichen geprägt. Insbesondere die Inflationsrate und die schwache Landeswährung „Dong“ geben Anlass zur Sorge. Im März 2011 erreichte die Inflationsrate 14 % und der Dong wurde erneut auf rund 14.500 Dong pro

Euro abgewertet, was wiederum zu drastisch ansteigenden Ölpreisen und Energiekosten führt. Der internationale Währungsfond hat Vietnam daher zu einer besseren Balance zwischen dem Anheizen des Wachstums und einer verantwortlichen Bekämpfung der Inflation aufgerufen. (Quelle: Southeast Asia Globe –
www.southeastasiaglobe.com)



MALAYSIA

Pionierstatus sichert bis
zu 100 % Steuerbefreiung

Erhebliche wirtschaftliche Vorteile erhalten in Malaysia Unternehmen, die den „Pioneer-Status“ zugesprochen erhalten. In Betracht kommen insbesondere Unternehmen und Dienstleister aus Entwicklung, Touristik oder Hersteller technischer Produkte. Auslandsinvestoren erhalten weitestgehend die gleichen Vorteile wie malaysische Unternehmen. Ihnen allen winkt bis zu 10 Jahren vollständige Steuerbefreiung. Unser Sanet Partner in Malaysia, Dr. Klaus Brachetti, gibt auf der Sanet Homepage einen schnellen Überblick über die betroffenen Industrien und die gewährten Vorteile. Nähere Informationen erhalten Sie unter info@sanet.eu oder direkt bei
klaus.brachetti@sanet.eu





REFERENZEN

Sanet Homepage mit aktualisierten Referenzen

Auf unserer Homepage finden Sie aktualisierte Referenzen unserer Projekte und deren Inhalte aus den letzten Jahren. Für einen Kontakt haben wir auch Ansprechpartner und Kontaktdaten aufgeführt.

Bitte verstehen Sie, dass wir die Vertraulichkeit unserer Klienten beachten und keine Firmen und Daten aufführen, wenn dies von unseren Kunden ausdrücklich nicht gewünscht wurde.





MESSEN

ProPak ASEAN – Förderung jetzt beantragen!

Aus 40 Ländern werden auch 2012 wieder rund 1.300 Firmen auf 500 Ständen der größten südostasiatischen Ausstellung für Verpackungs-mittel und Food-Processing. Über 30.000 meist Fachbesucher kommen vom 13.-16. Juni 2012 nach Bangkok zu dieser Fachmesse im größten Wirtschaftsraum der Welt, der Freihandelszone ASEAN/China.
Baden-Württemberg bietet Unternehmen des Bundeslandes die Teilnahme an einem

Gemeinschaftsstand an, der schon ab 1.175,-- EUR eine Teilnahme in repräsentativem Umfeld mit Lounge und vorbereiteten Kundenkontakten ermöglich. Anmeldeschluss für die Förderung ist Mitte Dezember, Informationen erhalten Sie bei christina.ruffert@bw-i.de oder auch über unsere Serviceleistungen zur Messe bei SANET Trading & Services Ltd. in Bangkok (info@sanet.co.th).





POLITIK

Philippinen und Vietnam schließen Beistandspakt

Nachdem China vier Fünftel des öl- und gasreichen südchinesischen Meers für sich beansprucht, sorgen sich die übrigen Anrainerstaaten zunehmend um ihre eigenen Zugangschancen und beschweren sich über zum Teil höchst aggressives Vorgehen des Reichs der Mitte bei der Durchsetzung seiner Ansprüche. So zerschnitten

chinesische Kriegsschiffe in vietnamesischem Gewässer Kabel von vietnamesischen Erkundungsschiffen. Die Philippinen und Vietnam, zwei südostasiatische Staaten mit zusammen rund 200 Millionen Einwohnern haben sich bereits zu einer militärischen Zusammenarbeit bei Schutz ihrer Interessen gegenüber China bekannt.




PERSONALIEN

AHK in Bangkok sucht weiter nach Geschäftsführer

Alle waren sich einig: Mit Norbert Peska hatte die GTCC in Bangkok nach Jahren mit viel Pech in der Personalauswahl einen hervorragenden Geschäftsführer gefunden, der die Kammer erfolgreich würde führen können. Die Gesundheit machte beiden Partnern einen Strich durch die Rechnung. Norbert Peska musste aus

persönlichen Gründen die neue Stelle absagen. Benjamin Leipold wird damit bis zum Ergebnis der Neuausschreibung weiter aushelfen und neben seiner neuen Verantwortung als Asien-Koordinator des DIHK die Geschäfte der Kammer in Bangkok kommissarisch führen.




PRESSE

Asia-Bridge: Mehr Für als Wider in Thailand

In einem Sonderheft befasst sich das Wirtschaftsmagazin für das Asiengeschäft, Asia Bridge, mit Thailand als einem der attraktivsten Einstiegs-Märkte in Asien. AHK-Präsident Rolf-Dieter Daniel, langjährig erfolgreich für Städtler, gibt einen allgemeinen Überblick über die wirtschaftliche Lage in seinem Gastland und Dr. Christoph Hein, FAZ-Wirtschaftskorrespondent

Asien-Pazifik, erläutert die aktuelle politische Lage. Sanet-Gründer Dr. Gunter Denk stellt in seinem Bericht „Mehr Für als Wider“ die Chancen und Risiken für Markteintritt oder Investitionen in Thailand dar. Das Heft oder Ihr Jahres-Abo beziehen Sie direkt bei MBM Martin Brückner Medien GmbH Frankenallee 157-159 in 60326 Frankfurt.





DENKZETTEL

Aufgedeckt: Deutsch-duale Ausbildung von Handwerkern in Thailand

Somchai musste der Richtige sein! Er kaufte deutsche Glasschneidemaschinen, trank gerne Rotwein und fuhr Mercedes. Sogar seine Firma nannte er „Thai-German“. So einer war der richtige Handwerker, bei dem man in Thailand eine Wand-Glasvitrine für einen modernen Konferenzraum bestellen könnte.

In der Tat lief anfangs auch alles so, wie man es vom deutschen Handwerk gewohnt war: Wir warteten wochenlang auf das Angebot, die Preise waren horrend und der versprochene Liefertermin verging ebenso wie drei danach fest zugesagte. Wir akzeptierten alle Ausreden, um Somchai nicht ganz zu verärgern und nutzten die Zeit, Geld für seine Rechnung anzusparen. Der Mann verhielt sich so deutsch, und das gab Hoffnung!

 

Und so hörte ich eines Tages mit Tränen der Vorfreude in den Augen auch die ersten Dübelgeräusche aus der Konferenz-Etage. Tränen kamen mir dann auch wieder bei der Zwischenbesichtigung des Werkes, allerdings konnte von Freude als ihr nasser Quell keine Rede mehr sein.

Ich mache es kurz: 16 monumentale Dübel waren nach dem Zufallsprinzip an der Wand verteilt, durchstießen diese und ragten frech aus dem Außenputz des Hauses. Sieben fröhliche Fachkräfte Somchais traten auf dem importierten Teppichboden Schutt, Staub, Frühstücksreste und herabgefallenen Putz fest und schwangen - wild entschlossen zu weiteren Untaten - riesige Bohrmaschinen und gigantische Befestigungshaken für das gläserne Werk.

Das nächste, an das ich mich wieder erinnere, sind die Schilderungen meiner verängstigten Mitarbeiter, wie ich das „Team Somchai“ unter lautstarker Verkündung meiner Verzichtserklärung auf die 50 % Anzahlung vom Hof gejagt hatte.

Ich hätte es nach 14 Jahren Thailand wissen müssen: Hatte ich doch früher schon einmal meinen neuen Kühlschrank als attraktiven Mittelpunkt im Zentrum meiner Küche vorgefunden (die 1,80 m bis zur Wand hatte man für den Trinkwasserfilter samt Verrohrung genutzt). Auch das Anbringen des Abflusses meiner Dusche seinerzeit hätte mich warnen müssen! Lag dieser doch dem mageren Duschstrahl gegenüber mit genial berechnetem Gefälle am anderen Raumende unter der Badetür, wohl um beim

Duschen meiner Gummiente Fluss abwärts schwimmend den Weg in die Freiheit zu ermöglichen.

Wie nur, fragte ich mich, kommen Thai Handwerker immer wieder auf solch herzzerreißende Lösungen? Die Erklärung kam mir, als ich an den deutschen Schwarzarbeiter dachte, der mir einmal Deckenpanelen in meine Studentenmansarde so nachhaltig festgehämmert hatte, dass das Dach des Hauses zur Reparatur der von Zimmermannsnägeln zertrennten Haupt-Stromleitung abgedeckt werden musste. Auch dessen Kollege, der einem Mitstudenten die Abhängedecke des Wohnzimmers in mediterran-ozeanischen Wellenbewegungen eingebaut hatte, kam mir in den Sinn.

Irgendwo muss es da einen Zusammenhang zu Somchai und seinen Berufskollegen in Thailand geben! Und es gibt nur eine, alternativlose Erklärung: Das thailändische Ausbildungssystem für Handwerker muss deutsch-dual beeinflusst sein. Die Theorie, von die Spannung aufbauenden Wartezeiten über Preiswucher bis hin zum phantasievollen Vertrösten von Kunden, lernt man offenkundig bei Kursen im Rahmen von Projekten der GTZ oder des Entwicklungshilfeministeriums.

Die duale Praxis vermitteln dann deutsche Schwarzarbeiter, die ihre Einnahmen zusammen mit der Stütze in Pattaya verbraten und dann in Thailand hängen bleiben.

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