Deutscher Rechtsanwalt in Bangkok verlangt Umdenken bei der Auslandsberatung

Viele Rechtsanwälte sehen es in der Auslandsberatung von Unternehmern als ihre erste Pflicht, dem Mandaten klar zumachen, er müsse seine Unternehmensorganisation und damit oft seine Ziele den örtlichen Rechtsvorschriften anpassen. Mit der Darstellung der Rechtslage und einer „flotten“ Firmengründung sehen so manche Anwälte ihre Beratungspflichten erfüllt. Aber dieser Ansatz ist falsch. Anwälte sind im Gegenteil dazu da, umgekehrt nach klugen rechtlichen Lösungen für das jeweilige unternehmerische Vorhaben zu suchen!“

Diese Philosophie vertritt jedenfalls der in Bangkok ansässige deutsche Rechtsanwalt Dr. Gunter Denk, Partner der Kanzlei Sanet Legal in Thailand. Es reiche heute nicht mehr aus, dem Unternehmer anhand von Paragrafen zu erklären, was er zu tun oder zu unterlassen habe. Dies werde „Dr. Google“ in Zukunft vergleichbar und mit geringerem Kosten für den Mandanten leisten.

Entsprechend sollte nach der Überzeugung Denks auch das Umfeld einer Anwaltskanzlei aufgestellt sein. In einer auf Unternehmen ausgerichteten Kanzlei müsse es zur Selbstverständlichkeit werden, Kompetenz in Managementberatung, Personalwesen oder zum Beispiel in Marketing und Vertrieb zu erwerben und in die Beratung mit einzubeziehen.

Eine Kanzlei müsse betriebliche Abläufe ebenso verstehen wie die Marktmechanismen und Kundenerwartungen der jeweiligen Branche des beratenen Unternehmens. Isolierte Rechtsberatung bleibe Stückwerk. So kann gerade im Ausland für die Rechts- und Betätigungsform eines Unternehmens entscheidend sein,

  • ob nicht nur Waren, sondern auch Dienstleistung und Beratung angeboten werden sollen;
  • ob nur selbst produzierte Waren oder auch Handelswaren verkauft werden sollen;
  • ob eine Lagerführung im Land oder eher der Verkauf über „Strecke“ direkt aus dem Ausland an Kunden geplant ist;
  • ob Industriebetriebe direkt oder über Großhändler beliefert werden sollen;
  • ob auch „After-Sales-Service“ wie zum Beispiel Wartung oder Ersatzteile Angeboten werden müssen.

Die Liste ließe sich laut Denk beliebig erweitern. Wer dies nicht erfrage und eine Unternehmensgründung vornehme, die dem Unternehmer später in einigen der genannten Aktivitäten rechtlich behindere, habe dem Mandanten einen „Bärendienst“ erwiesen.

Denk fordert, dass gerade bei Gründungen und Auslandsaktivitäten jede Beratung mit einer intensiven und verständigen Prüfung der betrieblichen Anforderungen beginnen müsse. Sanet Legal Limited arbeite daher stets eng mit den Management- und Marktberatern der Sanet Gruppe in Bangkok zusammen, um Unternehmern eine ganzheitliche Beratung bei ihren Plänen in Thailand und Südostasien zu bieten.