Aus dem Inhalt:

    • TUNAP etabliert sich erfolgreich im thailändischen Markt
    • Neues Visa im Rahmen von Thailand 4.0
    • Europäische Automobilzulieferer können in ASEAN punkten
    • Denkzettel FAG – eine Nachlese

TUNAP etabliert sich erfolgreich im thailändischen Markt

Sanet vermittelt strategische Partner für deutschen Aerosol-Hersteller

Professionelle Partnersuche lohnt sich. 2016 beauftragte, das zu der Würth-Gruppe dazugehörige Unternehmen TUNAP, die Sanet Gruppe in Bangkok mit der Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung einer Markteintrittsstrategie für Thailand. In einem Workshop mit der erfolgreichen Exportleiterin des Unternehmens, Elisabeth Vag, wurden Strukturen, Set-up und Budgets entwickelt und der Geschäftsführung sowie Gesellschaftern vorgestellt. Es folgten eine sorgfältige Marktanalyse, ein Geschäftsplan und eine intensive Suche und Bewertung geeigneter Partner. Anfang März konnte TUNAP nun gemeinsam mit den Sanet ASEAN ADVISORS den erfolgreichen Vertragsabschluss mit den neuen strategischen Partnern in Thailand feiern.

TUNAP zählt zu den größten europäischen Herstellern von Aerosolen. Mit einer Spezialisierung in den Bereichen Fette, Öle und Pasten spielt das Unternehmen seit Jahrzehnten eine Vorreiterrolle bei Produkten für den Einsatz in Kfz-Werkstätten und ist dabei Technologieführer mit chemisch-technischen Systemen zur Kraftstoffsystem- und  Klimaanlagenreinigung. Diese werden in Zukunft durch die neu gewonnenen Partner DUCE und MMS im thailändischen Markt vertrieben.

Darüber Hinaus, verlängert TUNAP die langjährige und vertrauensvolle Kooperation mit der Sanet Gruppe durch eine Business Unit im Hause von Sanet Trade & Services Ltd. Das Modell der Business Unit ermöglicht europäischen Mittelständlern den Aufbau einer kostengünstigen Vertriebspräsenz ohne die Kosten und den Verwaltungsaufwand einer eigenen Gesellschaft auf sich zu nehmen.

Weitere Informationen zur Sanet Business Unit, finden Sie hier. Informationen zur Partnersuche von Sanet in Südostasien und Thailand, finden Sie hier.

Der erfolgreiche Markteintritt gibt Grund zum Feiern: TUNAP und die Sanet ASEAN ADVISORS gemeinsam mit dem neuen thailändischen Partner MMS 


Die Anwälte von Sanet Legal Ltd. informieren

Neues 4-Jahres Visa im Rahmen von Thailand 4.0

Das neue Smart Visa eröffnet hochqualifizierten Arbeitskräften und Investoren neue Arbeits- und Investitionsmöglichkeiten in Thailand. So können diese in festgelegten Zielbranchen des Entwicklungsmodelles Thailand 4.0 besondere Visaprivilegien genießenZiel der thailändischen Regierung für das bereits ab Februar 2018 gültige Visa ist das Gewinnen von ausländischen Investitionen und Talenten. Durch spezielle Förderung von zehn ausgewählten Clustern soll die Wertschöpfung und internationale Wettbewerbsfähigkeit Thailands langfristig gesteigert werden.

Um für das Smart Visa förderfähig zu sein, müssen die Bewerber hochqualifizierte Fachleute in wissenschaftlichen Bereichen, Investoren, High-Level-Führungskräfte oder Startup-Unternehmer sein. Wissenschaftliche Fachleute und Führungskräfte müssen mindestens ein Gehalt von 200.000 THB pro Monat nachweisen können. Investoren und Start-Up Unternehmer sind verpflichtet in eine der festgelegten Zielbranchen zu investieren. Die Mindestinvestition für Investoren liegt dabei bei 20 Millionen THB.

Diejenigen, die das Smart Visa erhalten, können in Thailand mit ihrem Ehepartner und Kindern für bis zu vier Jahre bleiben, ohne dabei eine Arbeitserlaubnis zu beantragen. Im Gegensatz zu anderen Visa-Inhabern, die verpflichtet sind sich alle 90 Tage bei den Behörden zu melden, müssen sich Smart-Visa Inhaber nur einmal im Jahr vorstellen und benötigen ebenfalls kein Re-Entry Visa beim Verlassen des Landes.

Weitere Auskünfte zum Smart-Visa sowie dem Entwicklungsmodell Thailand 4.0 und den dazugehörigen Investitionsförderungen für ausländische Unternehmen, erhalten Sie von den Anwälten der deutsch-thailändischen Anwaltskanzlei Sanet Legal Ltd. via info@sanet.co.th.


Europäische Automobilzulieferer können in ASEAN punkten

Übersicht über den Produktionsstandort Thailand

Die Nachfrage in den Märkten Südostasiens und Chinas nach hochwertigen Automobilzulieferteilen bietet europäischen Automobilzulieferern Chancen und interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Oft sind es vor allem Mittelständler, die vor Ort Verkaufsbüros, Servicebüros und/oder eigene Produktionsstätten errichten. Dabei steht zunächst die Frage im Vordergrund, ob es Sinn ergibt, weiterhin in Europa zu produzieren und in die jeweiligen Märkte zu exportieren, oder alternativ, eine Produktion vor Ort aufzubauen.

Um näher an die asiatische Automobilindustrie zu rücken, entscheiden sich europäische Mittelständler mittlerweile zunehmend für den lokalen Produktionsaufbau in Südostasien. Thailand, das als Automobil-Hub in der ASEAN-Region gilt, bietet dabei ausländischen Automobilzulieferern besonders attraktive Rahmenbedingungen und Absatzpotenziale. Neben japanischen Automobilherstellern wie unter anderem HondaToyota und Suzuki befinden sich auch deutsche Hersteller wie BMW und Mercedes-Benz mit Produktionswerken in Thailand.

Insgesamt liegt Thailand bei der PKW-Produktion in den „Top Ten“ der weltweit größten Automobilproduzenten; bei der Produktion von leichten Nutzfahrzeugen sogar weltweit auf dem 5. Platz – noch vor „Automobilhochburgen“ wie Brasilien, Indien, Mexiko und der Türkei. Jedes zweite produzierte Automobil ist dabei für den Export bestimmt. Denn die in Thailand produzierenden OEM und Zulieferer profitieren von zahlreichen Freihandelsabkommen, die es erlauben, zollfrei in Länder wie Australien, China, Indien, Japan und Südkorea zu exportieren.

Neben einer über Jahre gewachsenen Infrastruktur mit einer entsprechenden Supply Chain und einem guten Personalangebot im Automobilbereich, bietet Thailand darüber hinaus zahlreiche staatliche Investitionsförderungen durch das sogenannte Thai Board of Investment (BOI). Einen ausführlichen Bericht über die Sanet-Investitionsbegleitung eines bayerischen Gelenkscheibenherstellers in Thailand finden Sie hier. Für praxisnahe Informationen zum Thema Produktionsaufbau in Thailand und den verfügbaren staatlichen Investitionsförderungen für ausländische Automobilzulieferer, kontaktieren Sie info@sanet.co.th.


Ob durch Export oder mit Produktion vor Ort – die südostasiatische Automobilindustrie bietet euroäischen Automobilzulieferern interessante Entwicklungsmöglichkeiten


Von Gunter Denk

Denkzettel FAG – eine Nachlese

Die Feedbacks zeigen es: Viele haben Spaß an unserem „Denkzettel“. Weniger Spaß aber haben zumeist diejenigen, mit deren Verantwortungsbereich sich unsere launischen Kommentare befassen. Das gilt gleichermaßen für Verbände, Behörden, Politik, Unternehmen und Airlines. Zumeist liegen die Reaktionen irgendwo zwischen Schweigen und beleidigten E-Mails.

Wir man mit so etwas richtig umgeht, zeigte nun der Leiter Flugbetriebs- und Terminalmanagement derFAG Frankfurt, Dr. Pierre Dominique Prümm. Er nahm meinen jüngsten „Denkzettel“ über die Erlebnisse an Flughafen Frankfurt zum Anlass für die Einladung zu einem gemeinsamen Frühstück vor meiner jüngsten Abreise aus Frankfurt.

Es war mir selbstverständlich, diese Einladung anzunehmen, und der Verlauf des Gesprächs erwies sich als interessant und wirklich offen. Ohne in den „Rechtfertigungsmodus“ zu schalten, erläuterte der FAG Manager die nahezu milliardenschweren Bemühungen seines Unternehmens, in dem in die Jahre gekommenen Terminal 1 die technischen Anlagen, wie zum Beispiel das Ärgernis mit defekten Rolltreppen und Aufzügen, in den Griff zu bekommen. Viele Modernisierungen, so auch der interne Transport zwischen den Terminals, stünden denn auch im Zuge des Ausbaus mit einem dritten Terminal an.

Auch erfuhr ich von der bundesdeutschen Besonderheit, dass die Bundespolizei als staatliche Behörde bei den Sicherheitschecks eigentlich nicht einmal Priorität für Business-Passagiere zulassen dürfe. Dies verbiete dem Personal, das übrigens allesamt von der Bundespolizei gestellt werde, das staatliche Gebot der Gleichbehandlung aller Bürger unabhängig von der Flugklasse. Insgesamt  erfuhr ich in den beiden Stunden eine Menge über die Herausforderungen eines Flughafenbetreibers, der Sicherheitsbehörden und der Airlines.

Umgekehrt gewann ich den Eindruck, dass hier ein Chef vor mir saß, der zuhören kann, Kritik der Passagiere ernst nimmt und an Verbesserungen arbeitet. Der „Denkzettel“ habe sehr wohl Unzulänglichkeiten angesprochen, die für alle beteiligten Flughafenpartner eine Aufgabe darstellten.

Und so werde ich bestimmt auch weiter mit Ironie und Humor technische, organisatorische und auch menschliche Unzulänglichkeiten kommentieren. Im Flughafen Frankfurt aber werde ich mit einem hoffnungsvollen Schmunzeln daran denken, dass da ein Dr. Prümm ist, der vielleicht gerade jetzt an diesem Problem arbeitet.