Arbeitsrecht und Visa

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Arbeitsrecht und Visa 2017-07-30T10:17:30+00:00

Strenge Regeln für die Arbeitsgenehmigung in Thailand

Viele Ausländer beklagen die Schwierigkeit, in Thailand eine Arbeitsgenehmigung zu erhalten. Dabei wird gerne übersehen, wie schwer es auch in Europa für nicht EU-Bürger ist, eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Dabei sind die Regeln gerade in Thailand recht klar. Sanet Legal hilft auch für Sonderfälle.

Voraussetzungen für die Arbeitsgenehmigung

Für selbständiges oder angestelltes Arbeiten in Thailand bedarf es für Ausländer einer Genehmigung, die in der Regel ein Jahr gilt. Dies gilt auch dann, wenn ein Ausländer zum Beispiel unentgeltlich arbeitet.

Einstellen dürfen thailändische Unternehmen nur dann einen Ausländer, wenn sie (je Ausländer) mindestens 2,000,000 THB gezeichnetes Kapital ausweisen und mindestens vier thailändische Mitarbeiter beschäftigen. Ferner muss der Ausländer je nach Herkunft ein Mindestgehalt (zum Beispiel für Deutsche derzeit in Bangkok 50,000 THB im Monat) erhalten und seine Tätigkeit soll dem Charakter nach die Besetzung der Stelle schlüssig begründen.

Die Arbeitsgenehmigung ist nur für die beantragende Firma und nur für deren Sitz gültig.

Visa und Arbeit

Ohne Visum allerdings gibt es auch keine Arbeitsgenehmigung. Das Visum muss in der Regel vor Antritt der Arbeit bei einem ausländischen Konsulat Thailands beantragt werden und gilt dann nur für einen Monat. Sobald die Arbeitsgenehmigung vorliegt, kann das Visum auf ein Jahr verlängert werden. Verlängerungen können in Thailand beantragt werden. Entgegen vieler Aussagen ist die vierwöchige Aufenthaltserlaubnis, die an der Grenze ohne Antrag erteilt wird, kein Visum und berechtigt nicht zur Arbeitsaufnahme. Sie kann auch in der Regel nicht in Thailand in ein Visum „umgeschrieben“ werden.

Auch für die Erteilung eines Visums und der Arbeitsgenehmigung gibt es Ausnahmen. So kann das Board of Investment (BOI) Bedingungen für die Anzahl von Ausländern in bestimmten Branchen erleichtern. Für Ausländer mit konkreten familiären Bindungen in Thailand kann das nötige Kapital von 2.000.000 Millionen THB auf die Hälfte reduziert werden.

Arbeitsrecht in Thailand

Das thailändische Arbeitsrecht ist arbeitnehmerfreundlich. Von gewerkschaftlichen Einflüssen hingegen sind Mittelständler nur selten betroffen. Bereits ab 10 Mitarbeitern muss jedes Unternehmen seine umfassenden Arbeitsregeln bei der Arbeitsbehörde hinterlegen. Darin müssen Arbeitszeit, Probezeit, Urlaubs- und zahlreiche andere Regeln jährlich definiert und veröffentlicht werden. Schon nach 120 Tagen im Unternehmen entsteht ein Abfindungsanspruch bei Kündigung eines Mitarbeiters. Wer als Arbeitgeber die sehr streng formalen Vorschriften beachtet, ist am Ende aber gut gerüstet.

Sanet Legal hat es sich zum Prinzip gemacht, arbeitsrechtliche Streitigkeit zunächst durch verlässliche Information seiner Mandanten über die Pflichten und Rechte von vorneherein zu vermeiden. Im Konflikt Fall steht die Beratung über eine Beilegung in kulturell angepasster Weise im Mittelpunkt. Streitigkeiten vor Gericht sollen so die Ausnahme bleiben.

Sanet ASEAN ADVISORS

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