Sächsischer Spezialist für Automotive, Elektromobilität und Energie investiert in Vietnam

Es ist eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art: Erst im Juli 2014 hatte Nguy Xuan Anh ihr eigenes Beratungs-Unternehmen in Ho Chi Minh City gegründet und sich dem Berater-Netzwerk Sanet ASEAN ADVISORS angeschlossen. Gerade mal ein Jahr später hat Xuan Anh jetzt mit der deutschen Selectrona GmbH einen namhaften Kunden für ein Großprojekt gewonnen: Neben der umfassenden Begleitung des Aufbaus eines Fertigungsbetriebs in Vietnam zählen Standortsuche, Standortbewertung, Unternehmensstruktur, Investitionsförderung, die Ausschreibung der Bauarbeiten und Installationen sowie die Personalbeschaffung zu den Projekt-Schwerpunkten.

Möchten Sie mehr über Sanet in Vietnam erfahren? Hier haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Nguy Xuan Anh, Geschäftsführerin von Sanet Vietnam, bei der Unterzeichnung des Beratungsvertrags mit Steffen Söhner, Geschäftsführer der Selectrona GmbH.

Automobil-Zulieferer treffen sich in Stuttgart

VDA und Sanet unterstützen wichtiges Branchentreffen des FORUM ASEAN im November

Die ASEAN Automobil Zulieferer Konferenz am 24. und 25. November 2015 zählt zu den wichtigsten Branchentreffen des Jahres. Wir laden alle Automobilzulieferer herzlich ein, sich mit Kollegen und Entscheidungsträgern zwei Tage in der Schwabenmetropole auszutauschen. Im Mittelpunkt zahlreicher interessanter Themen steht diesmal der aufstrebende Markt der ASEAN-Staaten.

Welche Potenziale bietet die AEC (ASEAN Economic Community) als zweitgrößte Wirtschaftsunion der Welt für europäische Zulieferer? Welche Herausforderungen warten in Vietnam, Indonesien, Thailand und Malaysia auf die Europäer? Um diese und ähnliche Fragen drehen sich die Vorträge, Paneldiskussionen und Gespräche mit verantwortlichen Vertretern von Weltkonzernen wie BMW, Bosch, Continental, Daimler, Hyundai Indonesia Motor, Schaeffler, ZF sowie lokalen Automobilherstellern, Zulieferern und Branchenvertretern aus Vietnam, Indonesien, Thailand und Malaysia.

Zahlreiche namhafte Unternehmen haben ihre Teilnahme an dem Branchenmeeting am 24. und 25. November 2015 in Stuttgart bereits zugesagt. Die ASEAN Automobil Zulieferer Konferenz wird vom FORUM ASEAN mit Unterstützung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und Sanet ASEAN Advisors durchgeführt.

Alle Vorträge werden synchron auf Deutsch und Englisch übersetzt.

Kontakt und Anmeldung: Dirk Meyer, Managing Partner, FORUM ASEAN, Tel. +49-221-1301315, dirk.meyer@forum-asean.de oder direkt auf der Website forum-asean.de

Bangkok begrüßt neuen Handelsberater der österreichischen Botschaft

Dr. Gustav Gressel nach erfolgreicher Arbeit verabschiedet

Viele Jahre hat sich Dr. Gustav Gressel als „Commercial Counsellor“ und durch das Engagement in seiner Handelsberatung an der österreichischen Botschaft erfolgreich und nachhaltig um eine intensive Unterstützung der zahlreichen namhaften österreichischen Unternehmen und aktiven Mittelständler im Königreich Thailand gekümmert. Bei Landsleuten, den freundschaftlich verbundenen deutschen und Schweizer Unternehmen sowie in der thailändischen Wirtschaft genoss Gressel in seiner Funktion als wirtschaftlicher Netzwerker ein hohes Ansehen. Im September 2015 kehrte er mit seiner Ehefrau Gilberte zurück ins heimische Wien und übergab seine Position an seinen Nachfolger Günther Sucher.

Sanet freut sich darauf, die hervorragende Zusammenarbeit mit der österreichischen Wirtschaftsberatung auch in Zukunft fortzusetzen und wünscht den österreichischen Nachbarn in Thailand gewohnt großen Erfolg.

Dr. Gustav Gressel (rechts) übergibt das Zepter des Handelsberaters an seinen Nachfolger Günther Sucher.

Enno Drofenik (Mitte), Dr. Gustav Gressel (rechts) und sein Nachfolger Günther Sucher mit Ehefrauen.

Kontaktpflege ist auch bei der Verabschiedung von Dr. Gustav Gressel ein wichtiges Thema. Sanet-Präsident Dr. Gunter Denk (links) nutzt die Gelegenheit zu Gesprächen mit wichtigen Managern der Eisenbahnbetreiber in Thailand.

ASEAN-Beratungstage im November in Europa

Experten für die Märkte Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam vor Ort

Die Manager der SANET ASEAN ADVISORS sind im Herbst für die individuelle Beratung von deutschen, österreichischen und Schweizer Unternehmen in Europa präsent. In Düsseldorf findet am 29. Oktober 2015 ein Einführungsseminar von Lukas Brandau, dem Leiter des SANET Liaison Office in Birma und Laos, statt. Lukas Brandau steht darüber hinaus in der Zeit vom 2. bis 6. November 2015 für eine persönliche Initialberatung im Unternehmen zur Verfügung.

Dr. Gunter Denk, Präsident der Sanet-Gruppe, und die Geschäftsführerin von Sanet Thailand, Chulalux Chinwong, erteilen Interessenten vom 2. bis zum 12. und vom 19. bis zum 23. November 2015 kompetente Auskünfte zu Marktchancen in Thailand und den ASEAN-Staaten.

Nguy Xuan Anh, Geschäftsführerin von Sanet Vietnam, besucht vom 19. bis zum 30. November 2015 deutsche Unternehmen, die sich für eine Expansion nach Vietnam interessieren.

Alle Beratungstage sind kostenlos. Lediglich für die Reisekosten erbittet die Sammelgruppe eine Pauschale von 200 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Interessenten wenden sich bitte

für Vietnam an: vietnam@sanet.eu

für Thailand an: info@sanet.co.th

für Myanmar/Laos an: myanmar@sanet.eu

für ASEAN insgesamt an: info@sanet.eu

Bei Fragen können Sie natürlich auch jederzeit unser deutsches Partnerunternehmen Liebich und Partner in Baden-Baden kontaktieren. Dort steht mit Andreas Kambach ein erfahrener Asienexperte bereit, um Ihnen den Sanet-Service zu erläutern, der unter anderem die Themen Markteintritt, Investitionen, Einrichtung Ihrer eigenen Repräsentanz oder auch die Überprüfung Ihres Unternehmens in den Asean-Staaten umfasst.

D E N K Z E T T E L

Feudalismus oder Masochismus?

„Sag so etwas niemals jemandem zu Hause in Deutschland. Der glaubt sonst, bei uns sei der Feudalismus auferstanden.“ Auf die Frage eines Freundes während eines morgendlichen Telefonats, wie es mir so früh denn gehe, hatte ich nämlich geantwortet: „Oh, es wird ein ganz normaler, furchtbarer Tag. Unsere Maid hat mir das morgendliche Rührei aufs Hemd geschüttet und der Fahrer findet gerade jedes verfügbare Schlagloch und prüft im Rückspiegel, wie oft er es schafft, mich mit dem Kopf an den Autohimmel zu befördern!“

Mein Freund hatte Recht. Wer, außer den Geissens oder beruflich zu abendlichen Alkoholexzessen verpflichteten Landräten und Sparkassenvorständen, hat heute in Deutschland noch einen Fahrer? Müsste mein Klagen im heimischen Deutschland also nicht ganz bestimmt als arrogantes Wohlstandsgeprolle verstanden werden?

Dabei waren meine Gründe, mir in Asien einen Fahrer zu leisten, gänzlich frei von Luxusüberlegungen. Spätestens als ich nämlich einmal als Selbstfahrer einen Polizisten mitsamt seinem Dienstmoped auf meiner Kühlerhaube spazieren gefahren hatte (er war bei roter Ampel in die Kreuzung gefahren und rechnete nicht mit meiner deutschen Respektlosigkeit gegenüber Amtspersonen) musste ich eines lernen: Meine thailändischen Sprachkenntnisse sind perfekt, wenn es darum geht, mich durch sie in Schwierigkeiten zu bringen. Alleine, sie sind völlig unzureichend, um mich aus Schwierigkeiten jedweder Art wieder herauszureden. Hierfür half alleine ein großzügiges Schmerzensgeld an Ort und Stelle.

Seitdem habe ich einen Fahrer. Soll der sich doch mit seinen Landsleuten herumstreiten, während ich gelassen auf dem Rücksitz meines Honda Accord ein paar Telefonate führe!

Aber alles hat seinen Preis. Besonders der „Luxus“ eines Fahrers. Das merkt man zuerst, wenn man wieder einmal sicher ist, dass sich das Genie am Steuer (es hat ja einen Führerschein) zum x-ten Mal verfahren hat. Da helfen kein Betteln, kein Drohen und kein sonstiger Korrekturversuch vom Rücksitz aus: Der Herr der Mobilität schaltet seinen Tunnelblick-Modus ein und fährt weiter und weiter in die falsche Richtung – darauf hoffend, irgendwann schon etwas zu sehen, das ihn die Erinnerung an den rechten Fahrweg wiederfinden lässt.

Im günstigsten Fall gelingt dies auch nach etwa 30 Minuten „Stadtrundfahrt“ weit ab des Zieles. Einmal aber blieb mir nichts anderes übrig, als den Guten mit einem eindeutigen „STOP NOW!“ zum Anhalten zu bringen, ihn nach hinten auf den Rücksitz zu beordern und selbst das Steuer zu übernehmen.
Klar ist, dass der so „Beförderte“ meine unschwer erkennbaren Zweifel an seiner Ortskunde zum Anlass nahm, sofort nach Ankunft im Büro den Arbeitsplatz zu wechseln.
Es kam auch schon mal vor, dass mich der nervös hin- und herrutschende Fahrer im Stau kurzerhand bat, ein Stückchen selbst weiter zu fahren. Er müsse sich nämlich dringend einmal in einer Suppenküche am Straßenrand erleichtern und werde mich dann schon wieder einholen. Es klappte übrigens. Minuten später und 300 Meter weiter sah ich ihn im Rückspiegel im Aufholtempo heraneilen, um den fliegenden Wechsel im Cockpit des Honda einzuleiten.

Nun gut, das geht ja noch. Ein Kollege berichtete mir, dass sein treuer „Driver“ bei einer solchen Gelegenheit sein bestes Stück in eine leere Wasserflasche zwängte, die er später an einer Tankstelle gut gefüllt entsorgte. Entscheidend sei gewesen, so kommentierte er sarkastisch, dass seine Bauart dies überhaupt zuließ und er nicht eine leere Granini-Flasche hatte mitführen müssen.

Dass die Wechselfreude von solcherlei Fachkräften durchaus beidseitig ist, versteht man umso besser, wenn man auf andere „kleine Ereignisse“ sieht. So nutzt schon mal jemand das Firmenfahrzeug mit Logo dazu, um befreundeten kleinen Gaunern während der Pause- und Wartezeiten hilfsbereit Hehlerware auszufahren, was einem irgendwann ein freundlicher Polizist mit leicht vorwurfsvollem Blick berichtet. Gut, dass er mir wenigstens abnahm, dass ich nicht der Chef der Bande war.

Wer also jetzt noch immer die Entscheidung, sich in Asiens Paradies einen Fahrer zu nehmen, als Feudalismus betrachtet, der verwechselt offenkundig die Fremdwörter: „Masochismus“ kommt der Wahrheit oft näher als „Feudalismus“.

Übrigens: In all den Jahren hatte ich mit Mr. Toi, einem perfekt Englisch sprechenden, kleinen Mann aus Bangkok, einmal für längere Zeit einen Fahrer, der nicht nur ein wirklicher lokaler Ratgeber, sondern eher schon ein wirklicher Freund war. Ihm gebührt alle Ehre. Er verließ uns eines Tages, avancierte zum Politiker und verdient wohl heute etwas mehr als ich.

Ich überlege ernsthaft, ob ich mich bei ihm als Fahrer bewerbe.