Thailand schafft gerade eine der größten Investitionsmöglichkeiten in gesamt Südostasien und macht sich fit für die Zukunft. Das Regierungsprogramm ist auf 20 Jahre ausgelegt, wobei in den ersten 5 Jahren über 40 Mrd. USD an Investitionen zusammenkommen sollen. „Damit bietet Thailand gerade für europäische Unternehmen vielversprechende Investitionsmöglichkeiten, die einem klardefinierten Pfad folgen“, so Alexander Alles, COO der Sanet Gruppe in Bangkok.

Wer sich länger mit der Wirtschaft Südostasiens beschäftigt, weiß genau, dass Thailand eines der am meist entwickelten Länder der Region ist. Der fulminante Aufstieg ist vor allem der Entwicklung des Eastern Seaboards zu verdanken, welches vom Staat gezielt seit über 30 Jahren gefördert wird.

Diese Entwicklung hat im Wesentlichen dazu beigetragen, dass innerhalb ASEANs, Thailand zum führenden Produktionsstandort in den Bereichen Automotive, Elektronik, Fahrzeugbau, Textil- und Lebensmittelverarbeitung etc. geworden ist. Die drei östlich von Bangkok gelegenen Provinzen des Eastern Seaboards bilden den Industriehub Thailands. Seit seiner Gründung im Jahr 2004 hat Sanet zahlreiche Unternehmen bei ihren Direktinvestitionen in Thailand unterstützt und die dazugehörigen Prozesse von Konzeptualisierung über Firmengründung bis hin zum Landerwerb und Fabrikbau betreut.



Um den Sprung in die Moderne nicht zu verschlafen, hat die Regierung Thailands das Programm Thailand 4.0 ins Leben gerufen, das sich über einen Zeitraum von 20 Jahre erstreckt. Hauptsächlich konzentriert es sich auf vier Bereiche: wirtschaftlicher Wohlstand, sozialer Wohlstand, Menschen und Umwelt.

Obwohl Thailand 4.0 im gesamten Land Früchte tragen soll, ist das wirtschaftliche Herzstück des Programms der sogenannte Estern Economic Corridor (EEC) – eine grundlegende Modernisierung der Infrastruktur und der Industrie im Eastern Seaboard. Mit klarem Bekenntnis der Regierung zur Entwicklung folgender Branchen, soll Thailand auch künftig als Industriezentrum der gesamten Region ASEAN fungieren: Automotive, Elektronik, Medizin- und Wellness Tourismus, Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Robotics, Luftfahrt und Logistik, Biokraftstoffe und Biomechanik, Digitalisierung und ein umfassender Gesundheitssektor.

Die Entwicklung dieser Industrien wird mithilfe eines speziell ausgearbeiteten Maßnahmenkatalogs umgesetzt, wobei vier Hauptkanäle zu erwähnen sind:

  • PPP – Public Private Partnerships (beschleunigte PPP Prozesse mit Sonderstatus und 10 Monaten Entscheidungszeitraum, vereinfachte Zollverfahren, langzeitiges Leasen vom Land und Langeigentum, Deregulierung)
  • Sonderprivilegien durch das Thailand Board of Investment (BOI) und das Finanzministerium, die ausschließlich im EEC gelten (Steuererleichterungen, Freihandelszonen, Erleichterungen außerhalb der Steuergesetzgebung wie Arbeitsgenehmigungen, Visa, finanzielle Anreize, Genehmigungen für ein Auslandswährungskonto etc.)
  • Soziale Infrastruktur (Sonderfond für EEC Gemeinden, Förderung und Bau sogenannter „Green Cities“, internationaler Schulen und Krankenhäuser, Abfallbehandlung mithilfe modernster Spitzentechnologien)
  • Internationale Verlinkung und Zusammenarbeit (dabei soll die Teilnahme der internationalen Wirtschaftsgemeinschaft ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung sein.)

Bei der Gesamtentwicklung des EEC ist die Konnektivität ein wesentlicher Faktor. Hier wird explizit betont, dass es sich sowohl um die physische als auch um die digitale Konnektivität handelt. Unterstrichen wird die Tatsache mit der Entscheidung der Regierung, sie zum Kernpunkt des diesjährigen ASEAN-Vorsitzes zu machen.

Thailand will seine einmalige geografische Lage nutzen, um zum zentralen Knotenpunkt in der Region zu werden. Im EEC sollen sich die Hauptachsen „Ost-West“ (Vietnam, Laos, Kambodscha, Myanmar, Indien) und „Nord-Süd“ (China-Malaysia-Singapur) kreuzen.



Die Modernisierung der Infrastruktur ist bereits angelaufen. Sie beinhaltet den Bau zweispuriger Eisenbahngleise, die Elektrifizierung bestimmter Strecken, Investitionen in den Autobahnausbau, Vergrößerung des Tiefseehafens, der Industriegebiete und der Flughäfen.

Insgesamt sollen in den ersten fünf Jahren 43 Mrd. USD in den EEC fließen, die sowohl vom Staat als auch von der Privatwirtschaft kommen sollen. Der Hauptprofiteur ist ganz klar die Industrie, welche mit vorgesehenen Investitionen in Höhe von 14 Mrd. USD gefördert werden soll. Für die Entwicklung neuer Städte und Krankenhäuser sind 11,5 Mrd. USD vorgesehen. Weitere Hauptbereiche sind der internationale Flughafen U-Tapao (5,7 Mrd. USD), der Tourismussektor (5,7 Mrd. USD) und die Entwicklung eines Hochgeschwindigkeitsbahnsystems (4,5 Mrd. USD).



Seit der Einführung der Industrieentwicklungsmaßnahmen im Eastern Seaboard vor über 30 Jahren, wuchs seine Wirtschaft in den ersten 20 Jahren mit einer jährlichen Rate von 7%. Genau an diesen Erfolg will die Regierung auch heute anknüpfen. Während damals vor allem japanische Unternehmen angelockt wurden, sollen heute Unternehmen aus aller Welt mitmachen. Der EEC ist bei weitem das ambitionierteste Wirtschaftsentwicklungsprogramm in der Region und soll sein Versprechen halten, Thailand als eine führende Industrienation in Südostasien zu zementieren.

Sanet als führende Industrieberatung in Thailand verfügt über tiefgreifende Erfahrung in der Ansiedlung von Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und helfen Ihnen gern bei der Analyse des Marktes und beim Markteinstieg weiter.